Hard-Partitioning vs. Soft-Partitioning Oracle

Veröffentlicht am Oktober 11, 2012

Man kann bei Oracle unterschiedlich Lizenzieren, hier möchte ich versuchen den Unterschied zwischen dem Hard-Partitioning und dem Soft-Partitioning zu erklären.

Als erstes möchte ich hier die aktuelle Oracle Partitioning Policy verlinken.

Oracle bezeichnet den Betrieb von Oracle Produkten in einer virtualisierten Umgebung wie VMware ESXi oder Solaris Container als “Partitioning”. Hierbei wird zwischen Soft- und Hard-Partitioning unterschieden.

Das sogenannte Hard-Partitioning ist das Lizenzkosten freundlichere Modell, hier werden physikalische CPUs / Cores an eine virtuelle Maschine “gepinnt”. Durch dieses “pinning” der virtuellen Maschinen an bestimmte CPU / Cores kann man sehr viele Lizenzkosten sparen. Hier muss man leider sagen, dass das Hard-Partitioning nur bei Oracle VM anerkannt ist, auch wenn VMware so etwas auch kann!

Im Falle von Soft-Partitioning ist die Anzahl der CPUs die den virtuellen Maschinen mit Oracle-Software zugeordnet sind unerheblich. Hier ist nur von Bedeutung wie viele CPUs der ganze Server oder wenn man mehrere Server in einem Cluster hat, alle CPUs in einem Cluster von Bedeutung. Hier müssen nun alle physischen CPUs in einem Cluster / einem Server lizenziert werden.

Oracle VM

Overview

Requirements

Hard-Partitioning

  • Hard Partitioning (sub-capacity licensing) ermöglicht, nur einen Teil der physischen CPUs eines Servers zu lizensieren, um somit Lizenzkosten einsparen zu können.
  • Einschränkung hinsichtlich der RDBMS Version je nach Anzahl der physischen CPUs
  • Alle Gastsysteme müssen die Anzahl der virtuellen CPUs in der vm.cfg propagieren –> Hardcoded CPU mapping
  • Alle Gastsysteme benötigen eine sog. Oracle VM Manager Manual Placement Policy, um die Gastsysteme hinsichtlich der betriebenen Oracle VM Server abzugrenzen.

Soft-Partitioning

  • Lizensierung der Summe aller physischen CPUs, aller physischen Server auf denen lizenzpflichtige Oracle Produkte betrieben werden
  • Verwendung einer sog. Manual Placement Policy, um einen Teil der im Pool befindlichen Server zu lizensieren. So ist es möglich, in einem Pool von z.B. 10 Servern nur 2 Server zu lizensieren. Bei zusätzlicher Nutzung weiterer Server aus dem Pool muss dann allerdings die 10-Tage_Regel beachtet werden.

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